Einheitsgemeinde Leinatal / Ortsteil Engelsbach

16. 04. 2016 / Engelsbach kann nach drei Jahren Bauzeit feiern

Andrea Köth hält die Fäden in der Hand, in der Feuerwehr und auch an einem Tag wie dem letzten Sonntag. Der 16. April 2016 geht in die Ortsgeschichte von Engelsbach ein. Deshalb steht ein Zelt, deshalb liegt der Duft von Rostbratwurst und Brätl in der Luft, deshalb gibt es ein gutes Bier – und die Heimatkapelle von Finsterbergen spielt zünftig auf.

Sie steht auch dabei, als sich der halbe Ort am Band versammelt und krönt mit einem kräftigen Tusch, dass Uwe Oßwald, der CDU-Bürgermeister der Gemeinde Leinatal, das Band durchschneidet. Mit ihm in einer Reihe stehen Jürgen Kehl, Werkleiter vom Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung „Schilfwasser-Leina“, Elvira Schubert, die langjährige und verdienstvolle Bürgermeisterin, Steffen Hill und Heidemarie Barth aus dem Ortsteilrat sowie Wehrführer Hartmut Scheidemann. Er hat das Band gespannt. Es ist wichtig, denn es ist ein Symbol dafür, dass der Ort nun komplett an das zentrale Abwassernetz angeschlossen ist.

Andrea Köth spricht vielen Engelsbachern aus der Seele, wenn sie sagt: „Wir sind froh. Dass es endlich geschafft ist.“ Hinter den rund 270 Einwohnern liegen rund drei Jahre Bauzeit mit allen Hinderlichkeiten, Höhen und Tiefen. Daran erinnert Bürgermeister Oßwald in seiner Rede. Im Grunde genommen war der ganze Ort aufgebuddelt. Nun fließt das Abwasser aus dem ganzen Ort in die Kläranlage Ernstroda, was eine absolut saubere Sache ist. Auch für das Schmutzwasser vom Querberg wurde eine Lösung gefunden. Das Wasser wird durch die Wiese in die Talstraße gepumpt und fließt dann über die bestehenden Sammler ab.

Allein für den anteiligen Kanalbau hat die Gemeinde rund 98.400 Euro investiert. „Das macht Mühe, aber wir haben es geschafft.“ sagt Uwe Oßwald.
Es steckt das Geld des Abwasserzweckverbandes und Fördergeld des Landes Thüringen in dem Projekt. Dazu kommen die Ausbaubeiträge der Anwohner.

Beim Rückblick vor dem Band-Durchschneiden erinnern sich alle noch einmal an den Herbst 2013, als eine Firma zahlungsunfähig war und die halbfertige Baustelle schlagartig verließ. Frau Holle hat mitgespielt und den Schnee im Himmel behalten. Dazu kamen Tat und Glück der Tüchtigen. Bis zum Winterbeginn war die Straßendecke drauf. Viele Randbereiche wurden in einem Zug gleich mitgemacht. Darauf verweist Uwe Oßwald. Er meint einige Gehwege, die Straßenbeleuchtung und auch die erneuerte Bushaltestelle.

Ein klares Schlusswort setzt Jürgen Kehl, Werkleiter vom Werkleiter vom Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung „Schilfwasser-Leina“. Er sagt: „Engelsbach ist für uns erledigt.“

Quelle: Thüringer Allgemeine vom 19.04.2016
 

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Straßeneinweihung in Engelsbach

Fotos: U. Oßwald

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